Handarbeit & Tradition

Seit nunmehr drei Generationen wird der schöpferische Geist Emil Helbigs und das Handwerk des Schnitzens in unserer Familie weitergegeben. Dabei bedeutet Tradition für uns nicht nur der Fortbestand der Firma und der Flachschnitzerei, vielmehr wollen wir die Einzigartigkeit und die Originalität der Helbigschen Miniaturschnitzereien – der „Marke HELBIG“ – erhalten und weiterentwickeln.

Die Kunst besteht im Weglassen!

pflegte Emil Helbig zu sagen. Als er damals, aus der Not heraus, diese spezielle Art von Miniaturschnitzerei entwickelte, wollte er mit wenigen, präzisen Schnitten das Wesentliche darstellen und hervorheben. Die Motive mussten auch ohne Bemalung und aus einiger Entfernung klar erkennbar sein. Bis heute zeichnen unsere Figuren diese eindeutige Silhouette und Klarheit aus!

In vielen kleinen Schritten entsteht in reiner Handarbeit aus einem Stück Holz ein Fuchs, eine Märchenfigur, ein Blumenkind oder ein Weihnachtsmann auf seinem Schlitten.

Wir verwenden ausschließlich einheimisches Lindenholz, da es zu den weichen Holzarten gehört und sich somit sehr gut zum Schnitzen eignet. Auf dem hellen, schlicht gemaserten Holz können zudem die Farben ihre volle Pracht entfalten.

Emil Helbig

Die Schnitzerei Emil Helbig

Schnitzen Schnitzereien werden bemalt

Emil Helbig wurde am 12. Oktober 1883 in Hainichen geboren. Nach Schule und Ausbildung zum Holzbildhauer ging Emil Helbig im Mai 1901 auf Wanderschaft, welche ihn bis nach Italien führte. Nach seiner Rückkehr 1908 und Hochzeit 1912 gründete er am 24. Oktober 1933 die Firma Kunstgewerbliche Schnitzereien Emil Helbig.

Während der DDR-Zeit – unsere Firma wurde zwangsverstaatlicht – strich man viele Artikel aus dem Sortiment. Sie waren „zu aufwändig“ in der Herstellung. An der Bemalung wurde auch gespart, es herrschte ja schließlich Mangelwirtschaft. Durch die Massenfertigung in dieser Zeit verloren die Figuren ihre Qualität und Identität.

Als Walter Helbig 1991 nun schon zum dritten Mal die Firma „Kunstgewerbliche Schnitzereien Emil Helbig“ neu gründete, war das oberste Ziel, die alten Werte Emil Helbigs neu zu beleben. Von nun an schnitzten und bemalten wir die Figuren so, wie sie ursprünglich entwickelt worden waren.

Die „Marke HELBIG“ steht seitdem wieder für Qualität und Originalität. So achten wir heute besonders bei Neuentwicklungen darauf, dass diese als Schnitzereien aus dem Hause Helbig erkennbar sind.

Die älteste Schnitzereiwerkstatt im Erzgebirge

Mit dem Preis für „Hervorragende Traditionspflege“ 2007 vom Verband Erzgebirgischer Kunsthandwerker und Spielzeughersteller e.V. wird den Bemühungen von drei Generationen Rechnung getragen. Wir sind stolz, die älteste noch als Werkstatt existierende Schnitzerei im Erzgebirge zu sein.

So ist und bleibt unser Ziel, mit unseren kleinen Originalen weiterhin vielen Menschen Freude zu bereiten und die „Marke HELBIG“ zu bewahren.